Trauerbegleitung
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Raum für Trauer, Erinnerungen & persönliche Begleitung
„Zeit
heilt nicht alle Wunden
sie vernarben, erinnern an Unfassbares“
So verschieden wie wir Menschen sind, so individuell sind unsere Wege der Trauer.
In der Trauerbegleitung ist Raum für persönliche Themen und Gefühle – im Gespräch, bei einem Spaziergang oder einfach im gemeinsamen Dasein.
Erinnerungen, Stille, Tränen, Erfahrungen und Erlebnisse dürfen ihren Platz haben.
Geschwisterkinder trauern auf ihre eigene Weise um ihre Schwester oder ihren Bruder. Verstirbt ein Kind während der Schwangerschaft, verändert sein Tod das Leben und Miteinander innerhalb der Familie. Kinder haben sehr feine Antennen und nehmen Stimmungen und unausgesprochene Gefühle oft besonders sensibel wahr.
Gespräche, kreative Angebote, Bewegung und gemeinsames Tun können ihnen Möglichkeiten eröffnen, ihren Gefühlen und Gedanken auf unterschiedliche Weise Ausdruck zu geben. Dabei darf jedes Kind seinen eigenen Weg im Umgang mit Trauer finden.
Was ich anbiete und was nicht
Meine Trauerbegleitung versteht sich als persönliche Begleitung und ersetzt keine Psychotherapie oder ärztliche Behandlung.
Sollte sich im Verlauf zeigen, dass eine weiterführende therapeutische Unterstützung hilfreich oder notwendig ist, kann ich auf entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten hinweisen.
Familien-Oasen
Familien-Oasen laden Familien, in denen ein Kind verstorben ist, dazu ein, bewusst Zeit miteinander zu verbringen. Im Mittelpunkt seid ihr als Familie – mit dem, was euch verbindet, was euch bewegt und was im Alltag manchmal zu kurz kommt.
Geschwisterkinder werden mit ihren eigenen Bedürfnissen und ihrer persönlichen Art zu trauern wahrgenommen. Dabei darf Unterschiedliches seinen Platz haben – Nähe und Rückzug, Spiel und Bewegung, Fragen und Nachdenken, Leichtigkeit und herausfordernde Momente.
Manchmal verändert sich das Familienleben noch einmal, wenn nach dem Tod eines Kindes ein weiteres Kind geboren wird. Neben Freude und Hoffnung können dann auch Sorgen auftauchen – etwa die Frage, welchen Platz das verstorbene Kind weiterhin in der Familie haben darf, oder die Angst, Erinnerungen könnten mit der Zeit in den Hintergrund treten. Auch solche Gedanken und Gefühle dürfen in der Oase da sein. Dabei geht es nicht darum, Vergangenheit und Gegenwart gegeneinanderzustellen, sondern beidem seinen Platz zu geben: Erinnerungen an das verstorbene Kind und das Leben mit den Kindern, die da sind.
Trauer darf in den Familien-Oasen da sein – ohne im Mittelpunkt zu stehen
Ebenso wichtig sind gemeinsame Zeit, Nähe, Bewegung, Spiel, Kreativität, Ruhe und ganz alltägliche Momente. Die Familien-Oasen dürfen dabei so unterschiedlich sein wie die Familien selbst – lebendig oder ruhig, beschwingt oder nachdenklich, bewegt oder einfach entspannt.
Was kann in einer Familien-Oase entstehen?
Familien-Oasen können je nach Familie, Alter der Kinder, aktueller Situation und Jahreszeit ganz unterschiedlich gestaltet sein. Es gibt einen verlässlichen Rahmen: einen gemeinsamen Anfang, zum Beispiel mit einer Frage oder einem kleinen Impuls, und einen bewussten Abschluss mit einem Moment des Innehaltens und einer kurzen Rückmeldung.
Dazwischen ist Zeit für das, was zu euch passt. Die Gestaltung orientiert sich an eurer Familie und an dem, was euch gerade guttut.
Dabei können unterschiedliche Schwerpunkte im Vordergrund stehen:
Gemeinsame Zeit erleben, in der Alltag, Anforderungen und Verpflichtungen einmal in den Hintergrund treten. Sie kann beim Spielen, Toben, gemeinsamen Ausprobieren oder Gestalten entstehen – genauso aber im ruhigen Zusammensein.
Oft braucht es gar nicht viel … zusammen auf dem Boden sitzen, ein Buch anschauen oder vorlesen, erzählen, kuscheln oder einfach miteinander da sein.
Gemeinsam erinnern
Dem verstorbenen Kind und der eigenen Familiengeschichte Raum geben – mit Worten, Geschichten, Ritualen, kreativen Ideen oder Erinnerungsstücken.
Gerade zu Gedenk-, Geburts- oder Todestagen oder in Zeiten, in denen Erinnerungen besonders präsent sind, kann es guttun, gemeinsam eine Form zu finden, die zur eigenen Familie passt.
Rituale können dabei Verbindung schaffen, Orientierung geben und helfen, Erinnerungen selbstverständlich im Familienleben mitzunehmen.
Kleine Auszeiten erleben, Geborgenheit spüren und Zeit haben, zur Ruhe zu kommen. Ein Kind braucht dafür vielleicht Rückzug, ein anderes Nähe, wieder ein anderes zunächst Bewegung.
Auch eine Geschichte, eine kleine Massage, eine Sinneserfahrung oder einfach eine Weile nichts tun zu müssen, kann wohltuend sein.
Gemeinsam im Familienalltag
Einfach miteinander sein
Unterschiedliche Bedürfnisse, Gefühle und Herausforderungen dürfen wahrgenommen werden – ebenso wie das, was euch als Familie im Alltag unterstützen kann.
Die Erinnerung an das verstorbene Kind gehört ebenso zu eurem Familienleben wie das gemeinsame Leben im Hier und Jetzt. Es kann um unterschiedliche Arten zu trauern gehen, um starke Gefühle oder Veränderungen innerhalb der Familie, aber auch um Geschwister, Streit und Versöhnung oder um die Frage, was jedem Einzelnen gerade guttut.
Nicht für alles braucht es sofort eine Lösung. Manches darf zunächst gesehen, ausgesprochen oder gemeinsam ausgehalten werden.
Eine Oase muss nicht mit vielen Aktivitäten gefüllt sein. Sie kann lebendig und bewegt sein – und ebenso still und ruhig.
Vielleicht wird gespielt, gebaut, gemalt oder getobt. Vielleicht wird eine Geschichte vorgelesen, gemeinsam gekuschelt, eine kleine Massage ausprobiert oder erinnert. Und oft liegt die besondere Qualität gerade darin, einfach miteinander da zu sein – ohne etwas leisten oder erreichen zu müssen.
Auch jahreszeitliche Themen können dabei einfließen – nicht als festes Programm, sondern als Anregung. Ein Thema kann sich aus der Jahreszeit, einem besonderen Tag oder aus dem ergeben, was für euch als Familie gerade wichtig ist.
Für diese Zeit darf der Alltag ein Stück in den Hintergrund treten – getreu dem Motto: „Das Außen hat Pause“.
Aus dieser gemeinsamen Zeit kann etwas bleiben, das darüber hinaus weiterwirkt: ein kleines Ritual, eine Idee, ein Erinnerungsstück, eine Erfahrung oder ein Impuls, der sich auch zuhause wieder aufnehmen lässt.
Interesse an einer Familien-Oase?
Nehmt gerne Kontakt mit mir auf. Im persönlichen Gespräch schauen wir gemeinsam, welcher Rahmen und welche Form für eure Familie passend sein können.
Rahmen und Kosten
Jede Familien-Oase richtet sich nach der Familie, die dabei ist. Welche Form und welchen Rhythmus ihr euch wünscht, klären wir gemeinsam vorab – ganz unverbindlich in einem ersten Gespräch.
Der finanzielle Rahmen liegt bei 70 € pro Termin (ca. 60-90 Minuten). Wichtig ist mir, dass wir gemeinsam schauen, was für eure Familie stimmig und machbar ist.
Sternenkinder – Gesprächskreis in Friedberg
Ehrenamtliches Angebot – in Kooperation mit dem Ev. Familienzentrum
Wenn ein Kind stirbt – vor, während oder kurz nach der Geburt – bleibt oft ein Schmerz, für den im Alltag wenig Raum ist. Auch beim Tod eines Kindes in einer sehr frühen Schwangerschaft haben die Trauer und die damit verbundenen Gefühle ihren Platz.
Der Gesprächskreis bietet betroffenen Müttern und Vätern einen geschützten, wertschätzenden Raum für Begegnungen und Austausch. Hier finden Erinnerungen, Fragen, Tränen, Stille und Sorgen um eine erneute Schwangerschaft ihren Platz – aber auch Hoffnung.
Der Austausch mit anderen Eltern kann entlasten und spürbar guttun:
„Ich bin mit meiner Trauer nicht allein.“
Die Treffen sind für alle betroffenen Eltern offen – unabhängig davon, ob ihr Kind erst vor kurzem oder bereits vor vielen Jahren gestorben ist.
Die Treffen werden nicht therapeutisch geleitet und verstehen sich nicht als Therapieersatz.
Treffen:
Wo: Friedberg
Wann: jeden 3. Dienstag
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Kontaktaufnahme
In einem kostenfreien Erstgespräch können wir uns kennenlernen und darüber sprechen, was dir oder euch als Familie gerade wichtig ist.
Weitere Termine vereinbaren wir nach Absprache – vor Ort oder online.
